Der 19. Juli 2018 wurde für einige Bürger aus Vietnam, die weiterhin in der Tschechischen Republik geschäftlich tätig sein wollen, zu einem schwarzen Donnerstag. An diesem Tag beschloss die Regierung, neue Anträge auf Langzeitvisa für geschäftliche Zwecke sowie auf einen langfristigen Aufenthalt im Zusammenhang mit einer Beschäftigung vorübergehend auszusetzen. In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi sind nämlich zu viele Anträge bei der tschechischen Vertretung eingegangen, als dass die Behörde diese kapazitätsmäßig bearbeiten könnte.
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Ein Bärendienst oder eine Sicherheitsbedrohung

Die Vietnamesen sind bekanntlich ein äußerst fleißiges, unternehmungslustiges und zähes Volk. Ihr Vorteil ist, dass ihre Gemeinschaften zusammenhalten und sich gegenseitig helfen; diese Eigenschaft ist übrigens typisch für Asiaten, auch Chinesen und Japaner verhalten sich ihren Angehörigen und Verwandten gegenüber ähnlich.
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In der Tschechischen Republik herrscht seit mehr als drei Jahren Arbeitskräftemangel in der Produktion. Ein qualifizierter Arbeiter ist heute fast so wertvoll wie Gold, während es vor acht Jahren noch genau umgekehrt war. Unter Tschechen besteht jedoch kein großes Interesse an Arbeiterberufen, und so werden diese Stellen unter anderem auch von Vietnamesen besetzt. Im Jahr 2015 unternahmen einige tschechische Unternehmer unter der Schirmherrschaft der Wirtschaftskammer sogar eine Mission nach Hanoi, um potenzielle Interessenten für eine Arbeit in Tschechien zu rekrutieren. Es gelang, fast 200.000 Vietnamesen zu kontaktieren, die einst in unserem Land studiert oder gearbeitet haben und sich auf Tschechisch oder Slowakisch verständigen können, doch alle Bemühungen scheitern gerade an den Beamten, die die Visumanträge ablehnen.
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Leider ist es in dieser Hinsicht gängige Praxis, dass qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland in Vietnam für die Vermittlung eines Aufenthalts in Europa hohe Gebühren von bis zu 20.000 US-Dollar zahlen müssen. Dabei handelt es sich lediglich um die Summe für die Vermittlung eines Termins beim Konsulat. Diese Menschen müssen dann ihre Schulden bei den Schleusern abbezahlen, und viele von ihnen geraten zudem in den Drogenhandel. Auf dem Gebiet der Tschechischen Republik und Deutschlands sind nämlich vietnamesische und chinesische Gruppen von Methamphetamin-Herstellern aktiv.